Symposiumsbericht: Der Medizinische Videofilm |
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CHIRURGIE
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| Die laparoskopische latero-laterale Pankreatikojejunostomie (Szinicz, G., Erhart, K., Zerz, A. - Bregenz) Chronische Pankreatitis - Pankreatikolithiasis - Laparoskopie Einleitung: Die Pankreatikojejunostomie in laparoskopischer Technik wurde bisher noch nicht publiziert, weshalb wir uns zu einer Videodokumentation unserer ersten derartigen Operation entschlossen haben. Anamnese: Die zum Zeitpunkt der Operation 23-jährige Patientin leidet seit 8 Jahren an rezidivierenden Pankreatitiden, die zu einer massiven Erweiterung des Ductus pancreaticus mit Pankreatikolithiasis geführt haben. Im Rahmen der endoskopischen Untersuchungen wurde ein Pancreas divisum diagnostiziert. Mit Ausnahme eines mäßigen Nikotinkonsums bestanden keine weiteren Risikofaktoren. Methode: Die Operation wurde nach Einbringen von lediglich 3 Trokaren umbilical und im rechten Oberbauch mit Eröffnung der Bursa omentalis durch Dissektion des Ligamentum gastrocolicum mit der Auto - Sonix - Ultraschallschere begonnen. Nach sonographischer Lokalisation des Pankreasganges und Identifizierung der ersten Jejunumschlinge wird mit drei 45mm-Endo-GIA-Magazinen eine lange latero - laterale Anastomose angelegt. Die Inzisionen werden mit Einzelnähten verschlossen und mit Fibrinkleber gesichert. Mit der Anlage einer Braunschen Fußpunktanastomose in gleicher Technik, jedoch ohne Fibrinkleber, wird die Operation nach knapp 2 Stunden beendet. Ergebnis: Der Verlauf nach der Operation war völlig unauffällig, die Patientin verließ am siebten postoperativen Tag das Krankenhaus. Eine CT - Kontrolle 6 Monate danach zeigte einen zarten Ductus Wirsungianus und ein weitgehend unauffälliges Pankreas. Zusammenfassung: Dieser Videofilm erläutert nicht nur die einzelnen Operationsschritte, sondern auch, dass Eingriffe, die bisher nur unter hohem persönlichen Einsatz und großem Zeitaufwand in minimal invasiver Technik durchgeführt werden konnten, durch moderne Instrumente und neue Technologien vergleichsweise problemlos machbar werden. |
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| Laparoscopic adrenal gland surgery (Marescaux, J., Mutter, D. - Strasbourg/F) Dieses Video ohne Ton wurde vom Vorsitzenden kommentiert. Das Operationsgebiet und die Arbeit des Chirurgen war gut einsehbar. Besondere Vorsicht muss bei der Präparation auf der Seite der Vena cava walten, um keine Komplikationen durch Blutungen hervorzurufen. |
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| Die laparoskopische Sigmaresektion (Müller, J.M., Böhm, B. - Berlin/D) Das war ein sehr beeindruckendes Video. Über diese Operationstechnik gab es bereits 4 Studien. Alle ergaben positive und aussichtsreiche Ergebnisse. Außerdem gab es zu diesem Thema 2 überregionale Studien, eine aus den Niederlanden und eine weitere aus Deutschland und der Schweiz. |
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| Rektumsegmentresektion nach Longo - eine neue schmerzfreie Operationstechnik bei fortgeschrittener Hämorrhoidalerkrankung (Fortelny, R., Roehle, R., Kreuzer, W. - Wien) Bei fortgeschrittenen Hämorrhoiden Stadium III und IV mit Mukosaprolaps wird unter Verwendung eines circulären Klammernahtgerätes (ILS 33 Fa. Ethicon) eine circa 3 bis 4 cm breite Manschette der Rektummucosa und -submucosa oberhalb der Kryptenlinie in einer schmerzunempfindlichen Zone des Anorektums reseziert. Dieses neuartige Operationsverfahren besticht einerseits durch eine einfache und daher breit anwendbare Technik, andererseits durch rasche postoperative Schmerzfreiheit der Patienten, verbunden mit einer geringen Komplikationsrate. Den ersten Ergebnissen folgend, könnte dieses innovative Verfahren, ähnlich dem Triumpfzug der laparoskopischen Cholezystektomie, durch rapide Verbreitung Bedeutung als Standardtherapie bei der fortgeschrittenen Hämorrhoidalerkrankung erlangen. |
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| Laparoskopische Narbenhernienversorgung durch die intraperitoneale Onlay-Mesh-Plastik (Deckstein, M., Scheyer, M., Zimmermann, G. - Feldkirch) In der Leistenhernienchirurgie wird seit Jahren mit der TAPP-Technik ein spannungsfreier Bruchlückenverschluss laparoskopisch durchgeführt. Auf der Basis dieser Technik haben wir bei 12 Patienten mit Narbenbrüchen von 5-15cm Durchmesser, welche in offener Technik nicht ohne nennenswerte Spannung zu adaptieren sind, eine laparoskopische intraperitoneale Onlay-Mesh Plastik mit einem GPTFE-Netz (Gore-Tex-Soft-Tissue-Patsch) ausgeführt. Hierbei wird ein Pneumoperitoneum mit ca. 12mm Hg angelegt. Nach laparoskopischer Adhäsiolyse und Darstellung der Bruchlücke wird ein Gore-Patsch, entsprechend der Größe der Bruchlücke über einen 12mm Arbeitstrokar eingebracht. Die intraperitoneale Fixation des Patches an der Bauchdecke erfolgt mit einem Spiral-Stapler. Abschließend wird zur Vermeidung von Serombildung ein Redon-Drain zwischen Bauchdecke und Gore-Patch eingelegt. |
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| Die lapaoskopische Operation des Ileus (Wurm, J., Engels, M., Deluggi, St., Schmid, M., Baubin, J. - Linz) An der Kinderchirurgischen Abteilung der Landeskinderklinik Linz führen wir seit November 1992 laparoskopische Eingriffe durch. Bis Ende September 98 haben wir 663 Kinder mit dieser Methode operiert. Folgende Ileusformen eignen sich für die Laparoskopie: 1. Der Bridenileus. Er tritt nach einer lokal durchgeführten Operation (z.B. Appendektomie), oder bei einer Operation ohne Peritonitis auf. 2. Angeborene Ileuszustände. Z.B. Laddsches Ligament oder Restzustände des Ductus omphaloentericus mit Durchtreten einer Darmschlinge. Nicht geeignet sind Ileusfälle, welche nach einer Peritonitis auftreten. Hier sind paketartige Verwachsungen anzunehmen, welche nur unter der Gefahr einer Darmläsion laparoskopisch zu lösen sind. Was ist alles bei der Operations-Technik zu beachten. Die eingeführten Instrumente müssen vollständig sichtbar sein. Der befreite Darm muss in seiner gesamten Circumferenz eingesehen werden. Die Durchblutung muss einwandfrei sein. Die Darmschlinge muss eine gute Peristaltik zeigen. Folgende Instrumente werden zum Durchtrennen von Gewebebrücken eingesetzt. Bei blutarmen Geweben die Schere. Bei langen Briden die bipolare Klemme und Schere. Bei kurzen und mehrfachen Verwachsungen die Ultraschallschere. Wo sollen die Trokare plaziert werden: Im linken Oberbauch. Unter Sicht an adhäsionsfreien Stellen. Mit entsprechender Distanz von der ehemaligen Narbe. Statistik über Patienten und Ergebnisse: Es wurden in dem angeführten Zeitraum 57 Patienten (34 weibliche und 23 männliche) operiert. Die Kinder gaben rezidivierende, zum Teil kolikartige abdominelle Schmerzen an, weiters kam es zu Übelkeit und Brechreiz sowie Meteorismus. Die Operationszeit betrug 12 - 170 Minuten, im Mittel 25 Minuten. Als Ursache der Subileus bzw. Ileussymtomatik fanden sich bei 47 Patienten Briden bzw. Adhäsionen, in 6 Fällen ein Laddsches Ligament und bei 4 Kindern ein persistierender Ductus omphaloentericus. Der postoperative Verlauf gestaltete sich bei dem Patientengut unauffällig. In 2 Fällen war ein Umstieg notwendig. |
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| Conclusio: Mit zunehmender Eröffnung des Bauchraumes wächst die Gefahr eines neuerlichen Darmverschlusses. Die Laparotomie kann mit Hilfe der laparoskopischen Technik vermieden und die Anzahl der Rezidiveingriffe verringert werden. |