Symposiumsbericht: Der Medizinische Videofilm |
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7.Sitzung: Hauser, H., Holle, J. |
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| Gesichtsliftig (Holle, J. - Wien) Ausführlich behandelt dieses Video alle dzt. möglichen Methoden von Lifting im Gesichtsbereich. Beim Stirnlifting wird die endoskopisch durchführbare Technik erläutert, aber auch das Schläfenlifting und Halslifting sind Inhalt des Films. Natürlich erfolgen alle diese Eingriffe in Vollnarkose. Das Operationsergebnis verschiebt den Alterungsprozess um ca. ein Jahrzehnt und diese "Verjüngung" bleibt für den weiteren Lebensweg aufrecht. Laserbehandlung - dauerhafte Haarentfernung (Hernuss, P. - Wien) Die Haarentfernung mit Laser erfolgt am besten bei dunkel pigmentierten Haaren, weiße und blonde Haare sind nicht so leicht zu eliminieren. Ganz dauerhaft ist diese Laserhaarentfernung aber trotzdem nicht, die Haarbälge regenerieren sich allmählich, die Haare kommen in der 3. Generation wieder. Sie müssen dann neuerlich entfernt werden. Laserbehandlung - schmerzfreie Entfernung von Tätowierungen (Hernuss, P. - Wien) Mit Laser kann man den intrakutanen Farbstoff der bei Tätowierverfahren eingebracht wurde wieder unsichtbar machen, da er durch den Laserstrahl in kleine Teilchen zerteilt und anschließend resorbiert wird. Der Film führt die Arbeit mit dem Laser und die kleinflächige Entfernung der "Kunstwerke" vor. Fettabsaugung - gestern/heute (Schuller-Petrovic, S. - Graz) Wieder eine sehr interessante Vorführung zu diesem Thema, von der Videoautorin erläutert und diskutiert. Liposuction - Indikation, Verfahren, Techniken (Steinmetz, W.-G., Peter, M., Eitzen, P.v., Keller, H.-P. - Würzburg/D) Das in Eigenproduktion erstellte Video ist für Studentenunterricht und Weiterbildung von Assistenten in der Plastischen Chirurgie gedacht. Thematisch wird auf verschiedene Indikationen und Verfahren zur Fettgewebsabsaugung eingegangen. Die zur Zeit gängigen Techniken und das zugehörige Instrumentarium werden näher erläutert und zum Teil mit klinischen Fällen illustriert. Der distal gestielte A. suralis Insellappen. Eine einfache Lösung zum Problemdefekt an Unterschenkel und Fuß? (Kauder, O., Peter, M., Steinmetz, W.G. - Würzburg/D) Der distal gestielte A. suralis Insellappen wurde zuerst von Masquelet et. al. als distal gestielter neuro-kutaner Lappen beschrieben. Dies ist ein faszio-cutaner "axial-pattern-flap" Typ I nach Mathes und Nahai. Der Lappen wird durch die vasculäre Achse des suralen Gefäß-Nerven-Bündels versorgt. Über eine anatomisch konstante Anastomose zur A. fibularis, 5-6 cm proximal des Malleolus lateralis, erhält der Lappen eine retrograde arterielle Perfusion. Die Drainage erfolgt über die V. saphena parva. Der Nerv selbst wird bei der Hebung des Lappens geopfert. Wird der Lappen kleiner als 3 x 4 cm dimensioniert, läßt sich der Hebedefekt direkt verschließen. Lappengrößen bis zu 10 x 13 cm sind von anderen Autoren beschrieben. In diesem Videofilm werden die anatomischen Grundlagen, Prinzipien der Planung, sowie die operative Technik am Beispiel eines 34-jährigen Patienten mit einem chronisch, post-traumatischen Ulkus über der Achillessehne dargestellt. Der zu deckende Defekt dehnte sich auf 4 x 3 cm über der distalen Achillessehne aus. Der Abstand des distalen Defektpols zum Drehpunkt betrug 8cm. Nach unserer, noch begrenzten Erfahrung, stellt dieser Lappen eine einfache, schnell durchführbare Möglichkeit zur Verfügung, Weichteildefekte in dieser Problemregion mit durchblutetem Gewebe zu verschließen. Dabei werden die großen Gefäße geschont und der Hebedefekt ist oftmals direkt zu verschließen. Minimal-invasive Entnahme der Vena saphena magna für eine Bypassoperation (Kobinia, G.S., Wandschneider, W., Klika, M. - Klagenfurt) Der Film beschreibt detailliert die endoskopische Venenentnahme für eine aortocoronare Bypassoperation. Alle wichtigen Schritte, wie Schnittführung, Seitenästeligatur und Venenpräparation, sind übersichtlich dargestellt. Daumenrekonstruktion mit freiem, neurovaskulärem "wrap-around"-Lappen (Big-toe Skin-Nail Flap) nach traumatischer Amputation (Tax, A., Fritz, G., Kraus, A. - Graz) Unbestritten ist der hohe Stellenwert des Daumens für Funktion und Ästhetik der Hand. Verletzungen des Daumens beeinflussen immer die Handfunktion. Je weiter proximal die Amputationshöhe liegt, umso größer ist der Funktionsverlust. Aus dieser Sonderstellung des Daumens ergaben sich schon frühzeitig Bemühungen, nach Daumenverlust Ersatzplastiken anzubieten. Der Bogen spannt sich von Nicoladoni, der in der "Wiener Klinischen Wochenschrift" 1897 die erste Daumenersatzplastik beschreibt, bis zu unseren heutigen mikrochirurgischen Möglichkeiten. Da die Patienten letztendlich nicht nur den funktionellen Daumenersatz, sondern auch ein ansprechendes kosmetisches Ergebnis fordern, möchte ich die Daumenrekonstruktion nach Morrison und Mitarbeitern(1980) in Erinnerung rufen. Es handelt sich dabei um einen freien neurovaskulären "Wrap-around-Lappen", der von der ipsilateralen Großzehe gehoben wird. Der Lappen besteht aus zirka Vierfünftel des Weichteilmantels der Großszehe, einschließlich des Zehennagels und eines Anteils des Endgliedes, sowie des fibularen Zehennervs. Als Lappengefäße dienen die 1.dorsale Metatarsalarterie beziehungsweise die Arteria dorsalis pedis, sowie ein bis zwei Äste der Vena saphena magna. Der Skelettaufbau erfolgt mit einem Beckenspan. Indiziert ist der Big-toe-Skin nail flap beim Daumenverlust im Erwachsenenalter in den Zonen I bis IV nach Merle (1991). Eine Altersgrenze wird nicht angegeben solange keine Begleiterkrankungen vorliegen, wie diabetische Mikroangiopathie oder andere Gefäßerkrankungen. Das Vorgehen verbietet sich bei Kindern und bei störenden Nageldeformitäten (wie z.b. Onychomykose). Gefäßanatomie der Spenderregion: Der Verlauf der 1.dorsalen Metatarsalarterie zeigt Varianten, die nach Gilbert (1976) in drei Typen eingeteilt werden, entsprechen ihrem Verhalten zur Interosseusmuskulatur zwischen dem ersten und zweiten Mittelfußknochen und dem Ligamentum metatarseum transversum. Der venöse Abfluß des Lappens erfolgt über ein bis zwei Venen, die dorsomedial an der Großzehe verlaufen, zum oberflächlichen Venensystem gehören und in die Vena saphena magna einmünden. Präoperative Planung: Die Notwendigkeit eines persönlichen Gesprächs zwischen Arzt und Patient über Risiko und Nutzen der Operation möchte ich nur erwähnt haben. Da der Aussagewert einer Angiographie für diese Operation relativ gering ist, begnügen wir uns mit einer Doppler-Sonographie, die auch eine gewisse Vorstellung über den Gefäßverlauf liefert. Mit dem Allen-Test prüfen wir die Suffizienz der Hohlhandbögen. Daumenstumpf und erste Zwischenfingerfalte werden auf Narben und Kontrakturen untersucht. Durch Abmessen des unverletzten Daumens wird die Lappengröße bestimmt. Operationstrategie: Um Operationszeit zu sparen wird in zwei Teams gearbeitet. Somit können die Hebung des Lappens, die Präparation an der Hand und die Gewinnung des Beckenspans simultan ablaufen. |
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