CHIRURGIE
2. Sitzung: SZINICZ G., MÖSCHL P.
Das intraoperative Neuromonitoring des Nervus laryngeus recurrens bei der Operation der Struma (HERMANN, M., HELLEBART, CH., KOBER, F., KOKOSCHKA, R., ROKA, R., GLASER, K. - Wien)
Dieses Video stellt ein Gerät vor, welches die Intaktheit des Nervus larygeus recurrens während der Strumektomie überprüfen kann. Der Film ist von OA. Doz. Hermann professionell aufgenommen und geschnitten worden.
Die endoskopische Behandlung des Zenker´schen Oesophagusdivertikels (SZINICZ, G., RIEGLER, F.-M., GLASER, CH. - Bregenz)
An Hand dieses Videos wird die Technik der endoskopischen Behandlung des symptomatischen Zenker´schen Oesophagusdivertikels dargestellt. Beginnend mit der Lagerung des Patienten, der Demonstration des speziellen Endoskopes, der Funktionen und anschließend der eigentlichen Operationstechnik. Dabei wird der Divertikelhals mit Hilfe eines Klammernahtgerätes (Endo-GIA) erweitert, so dass eine Speisenretention nicht mehr möglich ist und die Patienten schlagartig beschwerdefrei werden.
Im Gegensatz zu der bisher sehr aufwendigen, relativ komplikationsreichen Operation dieser Divertikelform, stellt diese junge Methode eine minimale Belastung für den Patienten dar. Zudem ist eine deutliche Reduktion der Komplikationsrate zu erwarten.
Innovative, spannungsfreie, dreidimensionale Doppelnetzimplantation in der offenen Leistenhernienchirurgie (FORTELNY, R., GEROE, A., KREUZER, W. - Wien)
Die unumstrittenen Vorzüge der spannungsfreien Leistenbruchversorgung haben mittlerweile weltweit die konventionellen Techniken wie Bassini etc. weitgehend verdrängt. Der hohe Patientenkomfort gepaart mit niedrigen Rezidivraten waren und sind die Hauptgründe dafür.
Ein im letzten Jahr von der Firma Ethicon entwickeltes dreidimensionales Netzimplantat - Prolene Hernia System - vereint die verschiedenen Vorteile der einzelnen spannungsfreien Techniken nach Lichtenstein, Gilbert, Rutkov, TAPP und TEP in sich.
Dieses Implantatsystem besteht aus einem oberen, der Lichtensteintechnik analogem, ovalärem Netz, einem verbindendem, der Rutkov Technik entsprechendem, die Bruchlücke als Plug verschließendem Zylinder und einem inneren, der Umbrella Technik nach Gilbert bzw. TAPP ähnlichen, runden Netz. Dieses neu auf dem Markt gekommene Produkt impliziert somit die Vorzüge der genannten Techniken und ermöglicht dem Operateur eine zeitsparende, sichere und optimale Bruchversorgung im Rahmen der offenen Leistenhernienchirurgie.
Die laparoskopische Behandlung des Arteria-mesenterica-superior-Duodenum- Kompressionssyndroms (Wilkie-Syndrom) (SZINICZ, G., TAXER, F., BELLER, S. - Bregenz)
Das an sich seltene, von Wilkie 1921 erstmals beschriebene Syndrom ist gekennzeichnet durch eine Stenosierung des horizontalen Anteils des Duodenums durch Kompression einer extrem flach-winkelig von der Aorta abgehenden Arteria mesenterica superior. Dabei kann das Duodenum derart stark stenosiert werden, dass die Patienten nach jeder festen Mahlzeit mehr oder minder heftige Beschwerden haben, was nicht selten zu einem Gewichtsverlust führt.
In diesem Video wird das Syndrom anhand einer 53-jährigen Patientin vorgestellt. Einleitend wird auf die Diagnostik einschließlich CTs (Angio-CT und horizontale bzw. vertikale Rekonstruktion) eingegangen. Danach wird in kurzen Sequenzen die laparoskopische Therapie mit einer Duodenojejunostomie nach Roux-Y gezeigt. Die postoperative Kontrastmitteldarstellung des oberen Gastrointestinaltraktes bildet den Abschluss.
Pre Anal Repair - Sphincter- und Dammrekonstruktion (BECK, J., GLASER, C., CONCIN, H. - Bregenz)
Bei einer 28 jährigen Patientin besteht eine Stuhlinkontinenz III.Grades bei Zustand nach Entbindung mit Episiotomie und Läsion der Analsphinctermuskulatur vor drei Jahren. Nach einer fehlgeschlagenen Sphincterrekonstruktion ist eine rektovaginale Fistel entstanden. Nach der Fistelrevision ist es zu einer inkompletten Kloakenbildung gekommen. Introitus vaginae und äußere Analöffnung lagen unmittelbar nebeneinander.
Das Video zeigt die nochmalige Rekonstruktion des Dammbereiches. In Allgemeinnarkose wird in Steinschnittlage von einem bogenförmigen Hautschnitt zwischen hinterem Scheideneingang und äußerer Analöffnung der narbig umgewandelte ventrale Analsphincterbereich aufgesucht. Beidseitig werden die durchtrennten Enden des äußeren und inneren Analsphincters präpariert. Es wird vom Spatium rektovaginale aus die Muskulatur des Levator ani mit Einzelknopfnähten adaptiert. Anschließend werden in überlappender Technik innerer und äußerer Schließmuskel rekonstruiert. Dabei kommt es zu einem systematischen Neuaufbau des völlig aufgebrauchten Dammes. Das Abschlussbild zeigt eine normale Distanz zwischen Introitus vaginae und äußerer Analöffnung. Nach Abschluß der Wundheilung konnte klinisch und analmanometrisch eine Verbesserung der Sphincterdrücke nachgewiesen werden. Klinisch bestand noch eine Stuhlinkontinenz I.Grades. Das Video endet mit der Darstellung des optischen und funktionellen Ergebnisses nach 6 Monaten.
Der operative Zugang nach Mason in der Behandlung retrorektaler Tumore (MÖSCHL, P. - Wien)
Die modernen transanalen Operationstechniken haben die Indikation für transphinktere Operationen (rektotomia posterior, superior et inferior nach Mason) auf dem Gebiet der onkologischen Chirurgie erheblich eingeschränkt. Trotzdem sollte diese operative Technik nicht in Vergessenheit geraten, zumal sie gerade für die Operation retrorektaler Tumore einen idealen operativen Zugangsweg darstellt. Ebenso empfielt sich diese Technik für die Freilegung bestimmter chronisch entzündlicher Prozesse (z.B. rektourethraler Fisteln). Die rektotomia posterior nach Mason ist darüberhinaus zur Kombination mit anderen Techniken, etwa der Grazilisinterposition, geeignet.
Der vorliegende Operationsfilm zeigt die Exstirpation eines retrorektal gelegenen, desmoidalen Tumors mit intersphinkterem Fistelgang in der Technik nach Mason. Im Besonderen werden an Hand dieses Falles die technischen Details der Operationsmethode demonstriert.
Die dorsoposteriore extraperitoneale Pelviskopie (D.E.P.) - ein neuer endoskopischer Zugang zu den Organen des kleinen Beckens (BECK, J., ZARZ, A., SZINICZ, G. - Bregenz)
Der operative Zugang zu den extraperitonal gelegenen Bindegewebsräumen des kleinen Becken erfolgt normalerweise transabdominal. Es hat aber schon Ende des letzten Jahrhunderts Kraske l880 das Spatium retrorectale durch den Beckenboden erreicht und auf diesem Wege Rektumcarcinome operiert.
An der Chirurgischen Abteilung des Landeskrankenhauses Bregenz wurde zuerst experimentell und dann auch klinisch dieser Zugang mit den Methoden der minimal invasiven Chirurgie neu belebt. Methode: Mit drei Trokaren wird dorsoposterior vom Beckenboden aus das Spatium retrorectale erreicht und mit einem Dehnungsballonsystem ein Arbeitsraum geschaffen.
1998 erfolgte die erstmalige klinische Anwendung nach einer iatrogenen Rektumperforation im Rahmen einer Irrigoskopie. Danach haben wir diesen Zugangsweg bei drei Patienten genutzt um die im Mesorektum befindlichen Lymphknoten zum Lymphknotenstating zu gewinnen. Zuvor war bei diesen Patienten eine transanale Rektumvollwandexcison bei einem T1-Carcinom des Rektums durchgeführt worden.
Ergebnisse: Im ersten Fall konnte die Rektumperforation dargestellt und versorgt werden. Ein Großteil des Bariums wurde gemeinsam mit dem imbibierten Bindegewebe reseziert, das Areal gespült und drainiert.
Bei den drei anderen Patienten konnten 7-9 Lymphknoten entfernt werden. Bei zwei Patienten waren alle Lymphknoten mikroskopisch tumorfrei. Das Lymphknotenstadium konnte somit eindeutig als N0 deklariert werden. Bei einem Patienten fand sich in einem von 9 Lymphknoten eine Mikrometastase. Daraufhin wurde eine adjuvante Chemotherapie angeschlossen.
Schlussfolgerungen: Die DEP ist eine Operationsmethode mit der eine gute Übersicht im Spatium retrorectale erreicht wird. Durch die minimal invasive Technik kommt es zu einer geringeren Gewebstraumatisierung. Der Zugangsweg könnte für Fachrichtungen interessant sein, die im Rahmen ihrer operativen Fragestellung diesen Bindegewebsraum erreichen müssen.
WaterJet Technologie in der Nierentumorchirurgie (BASTING, R. F., WIDMANN, P., ANTWERPEN, CH., LERPS, M., DJAKOVIC, N. - Altötting/D)
Die WaterJet-Technologie war bisher in der medizinischen Anwendung auf die Leberchirurgie beschränkt. Seit 18 Monaten betreibt die Abteilung ein Helix-HydroJet-Gerät erfolgreich in der Nierentumorchirurgie. Das Video zeigt die notwendigen Grundlagenforschungen, die zum urologischen Einsatz erforderlich waren, vergleicht mit den Ergebnissen des CUSA und demonstriert den souveränen klinischen Einsatz in der Tumorteilresektion. Der WaterJet schneidet nicht nur durch Gewebe, sondern er trennt Gewebe voneinander. Histologische Schnitte beweisen den Vorteil.
PHARMAZIE UND INDUSTRIE / LAST MINUTE FILMS
Endo TIP - ein neuer Dreh in der Laparoskopie (TERNAMIAN, J. - Kanada)
TachoComb - Hämostase und Gewebeklebung (CARBON - Erlangen/D)
Treatment of Urinary Incontinence with Macroplastique Implants (LEWI, H., SHERIFF, M. - United Kingdom)
Implanon - ein neues Langzeitkontrazeptivum (BEERTHUIZEN, R. - Holland)
Diese Videos wurden von den entsprechenden Firmen als Werbevideos zur Information für Ärzte in Auftrag gegeben und auch beim Symposium gezeigt. Auf den Abdruck der Inhaltsangaben wurde von Foto-Medico verzichtet, da die Filme von interessierten Kollegen bei den Firmen angefordert und auch daheim abgespielt werden können . . .