Der Medizinische Videofilm - 1. Sitzung

ORTHOPÄDIE - NEUE OPERATIONSTECHNIKEN

KNAHR, K., THONKE, N.

KNAHR, K., PINGGERA, O., SCHLAUER, M. - Wien
Das VARIALL Hüftsystem
Die vorliegende Präsentation beinhaltet die Darstellung eines neuen zementfreien Hüftendoprothesensystems, bei dem zunächst die wesentlichen Charakteristika der Pfannen- und Schaftimplantate anhand von schematischen Darstellungen aufgezeigt werden. Röntgenbilder dokumentieren in der Folge den Einsatzbereich der verschiedenen Komponenten. Im letzten Teil der Präsentation wird zum Teil durch grafische Darstellung, zum Teil durch filmische Animation die Operations~technik in den wesentlichsten Schritten vorgestellt.

SCHWANZER, E., WEISSINGER, M. - Zwettl
Mikrochirurgische Versorgung bei Vertebrostenose
Introduction:
According to Killan (1853) spondylolisthesis is defined as ventral slipping of a vertebra body together with pedicles. In pseudospondylolisthesis the whole vertebra slips ventrally. A dysplastic origin during childhool and adolescens is assumed. The relation of males to females is 2:1.
Materials and Methods: We report on a fourty-two years old male, suffering of spontaneus segmental instability and degeneration of the disc at the level of mid lumbar spine. Diagnosis is established by MRI and functional x-ray investigation. Operative technique is characterized by decompression, removal of the herniated intervertebral disc and primary stabilisation of the moving segment by the MATHYS CLICK'X system, Cancellous bone ships are put inside and around the implant. Results: Beside a short period of postoperative pain, we have found satisfactory stability without neurological defects. Mobilisation of the patient took place within the first week.
Conclusion: Spondylolisthesis is usually an accidental finding, although the condition may lead to low back pain and sciatica. Very rarely a herniated disc is the cause of symptoms. Beside conservative treatment the best operative results are found of the decompression, stabilisation and early mobilisation.

THONKE, N., NOTHOFER, W., NEUGEBAUER, R. - Regensburg
Die thorakoskopische Korporektomie und Wirbelkörperersatz bei Mamma Ca Metastase Th XII
Wir berichten über die minimal-invasive Operation einer 49-jährigen Patientin mit knöchern metastasiertem Mamma-Ca. Eine instabile pathologische Fraktur von Brustwirbelkörper XII mit Spinalkanaleinengung ohne Neurologie wurde dabei nach lokaler Bestrahlung erfolgreich endoskopisch behandelt. Eine eingeschränkte pulmonale Reserve bei COPD und Nikotin~abusus bei sonst ausreichendem Allgemeinzustand legte die Thorakoskopie nahe. In konventioneller Einlumentubusallgemeinnarkose war bei geringer Blutungstendenz dieses Adeno-Ca die Corporektomie mit kompletter Hinterkantenausräumung möglich.
Danach wurde ein distrahierbarer Titanwirbelkörperersatz, ergänzt durch ein winkelstabiles ventrolateral eingebrachtes Stabsystem über eine Minithorakotomie in Implantatgröße eingebracht. Die Patientin konnte 3 Wochen postoperativ nach intensiver Atemgymnastik und unkompliziertem Heilverlauf voll mobilisiert in die ambulante Weiterbehandlung entlassen werden.
Unser von der systematischen thorakoskopischen Frakturversorgung abgeleitetes operatives Vorgehen wird mit Operationstaktik, technischem Aufbau, Lagerung und endoskopischen Bildsequenzen dargestellt.

TRNKA, H.J., MöHLBAUER, M., ZETTL, R. - Wien
Muskulus tibialis posterior Sehneninsuffizienz
Die Sehneninsuffizienz des M.tibialis posterior ist die häufigste Ursache für den erworbenen Plattfuß. Der Funktionsverlust des M.tibialis posterior führt zu einer öberbelastung der plantaren und medialen Bandstrukturen am Fuß; diese werden sukzessive überdehnt was wiederum zu einem progressiven Kollaps des medialen Fußgewölbes führt. Dies manifestiert sich in vermehrtem Rückfußvalgus, Abduktion des Vorfußes und Plantarflexion des Talus.
Das Ziel der Operation ist es die Valgusstellung des Rückfußes zu korrigieren und die Funktion des Fußes wiederherzustellen. Dies wird mit einer medialisierenden Ersatz der M.tibialis extensor digitorum longus Sehne als Ersatz mit einer Schraube fixiert. Die Sehne des M.extensor digitorum longus wird am Henry'schen Knoten abgesetzt und von plantar nach dorsal durch einen Bohrkanal im os naviculare durchgezogen. Dadurch wird dem Patienten der Zehenspitzenstand wieder möglich und der Verlust des Längsgewölbes und die Abduktion des Vorfußes korrigiert.
Die Indikation für diese Operation besteht bei Stadium 1 und 2 der M.tibilais posterior Sehnenruptur.

STOFFELLA, R. - Wien
Die dynamische Osteosynthese mit der DC Halluxspange zur Korrektur der Hallux valgus Fehlstellung
Korrektur der Achsenfehlstellung des Os metatarsale I mit einem Osteosyntheseimplantat in allen Ebenen. Primär stabile Osteosynthese. Sofortige Mobilisierung des Patienten mit voller Belastung und freier Beweglichkeit.
Methode: Das Metatarsalköpfchen wird nach einer subkapitalen Winkelosteotomie in die korrigierte Stellung gebracht und mit der DC Halluxspange an den Metatarsalschaft fixiert. Die Operationstechnik ist eine dynamische Osteosynthese,
Methode: Das Metatarsalköpfchen wird nach einer subkapitalen Winkelosteotomie in die korrigierte Stellung gebracht und mit der DC Halluxspange an den Metatarsalschaft fixiert. Die Operationstechnik ist eine dynamische Osteosynthese, bei der die Stabilität erst durch die Belastung der Osteosynthese erreicht wird. Durch den Verlauf des Kraftvektors in der Längsachse des Metatarsale I kommt es durch die Belastung des Fußes zu einer Druckbelastung auf das Metatarsalköpfchen. Das gleitende Ende der DC Halluxspange ermöglicht die Druckübertragung auf die Osteotomie. In Verbindung mit der Winkelosteotomie ist eine stabile dynamische Dreipunktabstützung entstanden.
Fazit: Bei mittleren und starken Hallux valgus Fehlstellungen bietet eine subkapitale Winkelosteotomie durch Osteosynthese mittels DC Halluxspange eine primärstabile dreidimensionale Korrektur und verkürzt die Rehabilitationszeit um mehr als die Hälfte der üblichen Dauer. E-Mail: stoffella@aon.at

TRNKA, H.-J., MöHLBAUER, M., FUIKO, R., RITSCHL, P. - Wien
Die Ludloff Osteotomie zur Korrektur des Hallux valgus
Einleitung: Für Hallux valgus Deformitäten in Kombination mit Metatarsus primus varus bei einem Intermetatarsalwinkel von mehr als 15 Grad werden allgemein proximale Metatarsalosteotomien indiziert. Verschiedenste Osteotomien wurden seit dem letzten Jahrhundert beschrieben. 1913 hat der deutsche Chirurg Ludloff seine Technik zur Korrektur des Hallux valgus Deformität erstmals publiziert. Die diaphysäre Osteotomie von dorsal proximal nach distal plantar konnte zu anfangs nicht fixiert werden und wurde dadurch verlassen. Die Entwicklung moderner Fixationstechniken hat es aber ermöglicht, dass diese Technik nun wieder einen Platz in der Korrektur der Hallux valgus Deformität innehat.
Das Prinzip dieser Technik ist es, um eine proximal gesetzte Schraube das dorsale Fragment gegenüber dem plantaren Fragment nach lateral zu verschieben. In korrigierter Stellung wird die Ostetomie mit 2 Schrauben fixiert. Eine Nachbehandlung ist mit einem postoperativen Schuh im Sinne des belastenden Gehens ab dem 1. postoperativen Tag möglich. Der Schuh muss bei wöchentlichem Wechsel des Redessionsverbandes für 6 Wochen beibehalten werden.

PASCHER, A., WINDHAGER, R. - Graz
Die autologe Chondrozytentransplantation (ACT)
Eine 27 jährige Patientin wurde vor zwei Jahren einer autologen Knorpelzelltransplantation am rechten Kniegelenk unterzogen.. Die Patientin hatte mit 18 Jahren ein Direkttrauma am rechten Kniegelenk erlitten und wurde wegen zunehmender Beschwerden zwei Mal voroperiert. Dabei wurde eine arthroskopische Pridiebohrung und eine offene Spongiosaplastik am medialen Femurcondyl durchgeführt. Sieben Jahre postoperativ wurde die Patientin vorstellig. Sie war arbeitsunfähig und ging mit Unterarmstützkrücken. Der ausgeprägte klinische und radiologische Befund der Knorpelläsion am medialen Femurkondyl von 2,5 x 3,5 cm Größe sind dokumentiert. An Hand der durchgeführten autologen Knorpelzelltransplantation werden die Möglichkeit, Indikation und Technik derselben erläutert. Die klinischen und radiologischen (MRT) Ergebnisse zwei Jahre postoperativ bilden den Abschluss des Fallberichtes.
(Fallpräsentation: A. Pascher, R. WindhagerAbteilung für Orthopädie Univ. Klinik für Chirurgie Graz. Leiter: Prof. Dr. R. Windhager)