Der Medizinische Videofilm - 3. Sitzung

UNFALLCHIRURGIE

HERTZ, H., WAGNER, M.

FREI, E., AIGNER, P.- Kalwang
Highlights in der arthroskopischen Schulterchirurgie
Mit diesem Video sollen die Möglichkeiten bei arthroskopischen Rekonstruktions-Operationen an der Schulter demonstriert werden. Man sieht die arthroskopische Stabilisierung einer multidirektionalen Instabilität, eine arthroskopische
Restabilisierung nach offener Bankart-Operation und die arthroskopische Naht der Rotatorenmanschette.

HERTZ, H., PEZZEI, CH., LEIXNERING, M. - Wien
Tibiamarknagel ITS
Das Wissen um die Schädigung der endostalen Knochendurchblutung durch das Aufbohren des Markraumes, die intraoperative Traumatisierung der Weichteile (Wittmosertisch) sowie die Möglichkeiten, die der Werkstoff Titan bietet, führten zur Entwicklung des unaufgebohrten Titan Verriegelungsnagels. Nach acht Jahren klinischem Einsatz des unaufgebohrten Titantibianagels blicken wir auf reiche Erfahrung und exzellente Ergebnisse zurück. Im Gegensatz zu anderen Systemen stabilisiert dieser innovative Tibianagel auch weit distal und weit proximal gelegene Frakturen optimal.
Weiters ergibt sich mit dem neu konzipierten Nagel die Möglichkeit einer dynamischen Verriegelung, die ebenfalls nicht bei allen Systemen in genügender Weise vorhanden ist. Der wesentliche Punkt ist, dass bei diesem Nagel die distalste Verriegelungsmöglichkeit ap erfolgt und sie nur 5,5 mm vom distalen Ende entfernt ist, also können damit auch sehr
weit distal gelegene Frakturen versorgt werden, zumal im distalen Fragment drei Verriegelungsbolzen untergebracht sind. Die distalste Verriegelung weist außerdem noch die Besonderheit auf, dass sie mit einem Winkel von 15 Grad nach dorsal geneigt ist, sodass ausgebrochene hintere Kantenfragmente mit dieser Schraube gut gefasst werden können. Die neu entwickelten Verriegelungsbolzen des Nagels weisen eine Materialdicke von 4,7 mm im Schaftbereich auf und haben zwei verschiedene Gewindedurchmesser am Kopf und an der Spitze. Damit wird einerseits eine verbesserte Statik im Nagel selbst erzielt, sowie ein verbesserter Kraftschluss, sodass ein Kippen der Schraube im Nagel nahezu unmöglich wird. In diesem Videofilm wird nun die exakte Technik der unaufgebohrten Tibiamarknagelung gezeigt.

SCHWARZ, C.D., LENGLINGER, F.X., FRANKE, H., HARTL, H. - Wels
Behandlung des Aortenaneurysma durch Endoprothesen
Als Aneurysma bezeichnet man eine krankhafte Ausweitung einer Schlagader als Folge der fortgeschrittenen Arterio~sklerose. Tritt ein Aneurysma im Bereich der Hauptschlagader auf, droht - ab einer gewissen Größe - die Zerreissung als lebensgefährliche Komplikation.
Behandlung: Die Behandlung derartiger Aneurysmen besteht in der rechtzeitigen Operation.
Bei diesem aufwendigen und mit relativ hohem Risiko belasteten Eingriff wird der befallene Gefäßanteil durch eine Kunststoffprothese ersetzt. Eine Alternative ist der Stent:
Seit wenigen Jahren steht uns mit der selbstexpandierenden Endoprothese für ausgewählte Fälle eine neue Methode zur Behandlung von Aneurysmen der Hauptschlagader zur Verfügung. Voraussetzung dafür ist eine exakte Abklärung mit CT und Angiographie. Dabei wird eine Kunststoffprothese über die Oberschenkelschlagader in die Bauch- oder Brustschlagader eingeführt. Der Eingriff wird in Vollnarkose vorgenommen. Ein Eröffnen des Bauchraumes ist dabei nicht notwendig, lediglich ein kleiner Schnitt in der Leiste.
Technik: Die Leistenschlagader wird freigelegt. Nun wird ein dünner Katheter in die Bauchschlagader vorgeschoben. Durch Injektion von Kontrastmittel wird der erkrankte Gefäßabschnitt genau dargestellt und die geplante Position der Prothese festgehalten. öber einen Schnitt in der Leistenschlagader wird die in einer Hülle befindliche Prothese vorgeschoben. Es erfolgt die genaue Ausrichtung der Prothese gefolgt von der schrittweisen Freisetzung durch Zurückziehen der umgebenden Hülle. Durch die vorgegebene Spannung dehnt sich die Prothese selbst aus und verankert sich mit kleinen Häckchen in der Gefäßwand. Unterstützend wird sie noch mit einem Ballon angedrückt. Bei Bedarf werden nun noch die beiden Schenkel der Prothese in den Beckenschlagadern platziert. Eine abschließende Angiographie dokumentiert die erfolgreiche Ausschaltung des Aneurysma. Nach Verschluß der Operationswunden in der Leiste ist die Operation beendet.
Postoperativer Verlauf: Unmittelbar nach der Operation wird der Patient intensiv überwacht. Der weitere Verlauf ist für den Patienten nur wenig beschwerlich. Gelegentlich werden Temperaturerhöhungen beobachtet. Nach Abschluss der Wundheilung kann der Patient entlassen werden. Vor der Entlassung wird noch eine Computertomographie zur Kontrolle durchgeführt. Weitere Kontrollen erfolgen ambulant.
Ergebnisse: Die Ergebnisse mit der noch neuen Methode sind bislang vielversprechend. Mit der Implantation von selbstexpandierenden Endoprothesen verfügen wir für ausgewählte Fälle über eine weitaus schonendere Alternative zur Operation.
Das Gelingen setzt eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen interventioneller Radiologie und Gefäßchirurgie voraus.
Dieses Informationsvideo dient zur Patientenaufklärung. Vortragender: Dr. H. Franke