Testbericht über Card Reader

ACOMdata Multi-Format

Für alle, die sich privat oder dienstlich mit den unterschiedlichen Speichertypen in der Digitalfotografie herumärgern müssen, bietet die US-Firma ACOMdata nun eine ebenso elegante wie einfach Lösung an. Der Multi-Format Memory Card Reader kam 2001 als erster seiner Art auf den Markt und ist mittlerweile technisch ausgereift.

Alle gängigen Formate für Speichermedien in Digitalkameras lassen sich mit seiner Hilfe über einen USB-Anschluss auf den Mac oder PC überspielen:

Der Speicherleser ist entsprechend den USB-Spezifikationen natürlich hot-pluggable, kann also an- und abgesteckt werden, ohne den Computer neu starten zu müssen. MedAustria interessierte insbesonders, ob das Gerät auch die Ansprüche einer einfachen Handhabung erfüllt Stichwort Plug&Play; wir unterzogen den Reader in einem umfangreichen Test am Mac und am PC und erprobten ihn in Verbindung mit einer Olympus Smart Media Kamera, Compact Flash Speichern, die in einer Kodak und einer Nikon Digitalkamera bespielt worden waren, sowie einem Memorystick, der in einer digitalen Videokamera über diese Fotofunktion bespielt worden war.

Das Ergebnis war aus beiden Plattformen erfreulich. Zuerst wurde auf dem für seine Benutzerfreundlichkeit immer wieder gelobten Powermac getestet. Unter MacOS 9 konnten wir die Karten ansprechen, lesen und schreiben, ohne die mitgelieferten Treiber installiert zu haben. Die Karten werden am Desktop als Festplatten dargestellt; es war der Zugriff auch direkt aus den Graphikprogrammen, etwa GraphicConverter, Photoshop oder Powerpoint problemlos möglich. Selbst das Einschieben mehrerer verschiedener Speicher meisterte das Gerät problemlos.

Genauso erfreulich war das Ergebnis am Wintel PC unter Windows ME und Windows 2000. In beiden Fällen erfüllte das Gerät, nach Installation der Treiber, unsere Plug&Play Hoffnungen; das Speichermedium erscheint auch dort als Wechselplatte am Bildschirm und lässt sich aus diversen Programmen ohne Problem ansprechen.

Kniffeliger wird es für XP-Benutzer. Die müssen im Internet auf die Suche nach einem Treiber gehen. Und wer am Mac unter OS 10.1 arbeitet, muss sich noch bis zum nächsten Update gedulden.

Mit seiner einfachen Verwendung und der umfassenden Kompatibilität lässt der Multi-Format Memory Card Reader eigentlich kaum Wünsche offen. Noch schöner wäre es natürlich, wenn das Gerät als Option eine interne Festplatte oder ein ZIP-Laufwerk anbieten würde, auf das man die Bilder zwischenspeichern kann. Aber das wäre in so kompakter, leichter Form kaum möglich.

Alles in allem eine sehr gelungene Entwicklung, die wir schon einige Monate problemlos im Dauereinsatz haben. Das kompakte, robuste Design und die Tatsache, dass für die meisten Speichermedien kein Netzgerät benötigt wird, sondern der Strom über das USB-Kabel kommt, machen den Multi-Format Memory Card Reader auch zum idealen Reisegefährten für alle Notebooks.

Preis: EUR 60,00. Systemanforderung: Intel Pentium oder PowerMacintosh mit USB-Schnittstelle. Windows 98SE, ME, or 2000 beziehungsweise Mac OS8.6, 9.0 oder neuere Modelle.

(Dipl.Ing. J. Zuckermann,
MedAustria, Peter-Jordanstrasse 185, 1180 WIEN, Tel.: +43 1 406 14 84, Fax: +43 1 406 14 84-4)