Sehr geehrte Frau Kollegin!
Sehr geehrter Herr Kollege!
Werte SpitalsfotografInnen!Blicken wir nun auf ein Jahrzehnt mit jährlichen Symposien "Der Medizinische Videofilm" zurück und lassen die gezeigten und vorgeführten Video-Dokumentationen aus den vielen verschiedenen Fachbereichen der Medizin Revue passieren.
In diesen 10 Jahren hat sich sehr viel an der Qualität der Filme zum Besseren verändert. Zunächst sehen wir uns die technischen Voraussetzungen an, die es vor 10 Jahren gab. Am Beginn war ein deutlicher Qualitätsunterschied bei Filmen von Videokameras aus dem Consumerbereich zu den Videos die mit Kameras aus dem professionellen Bereich gemacht wurden zu bemerken.
Deshalb hatten sich etliche Kollegen professionelle Equipments angeschafft und viel Geld dafür investiert. Der Lohn dieser Ausgabe waren qualitativ sehr schöne Filme. Es waren keine Reflexe von verchromten Operations-Instrumenten zu sehen und es gab keine störenden Spiegelungen von glänzenden Serosaflächen oder von kleinen Flüssigkeitsseen.Es gab bei Aufnahmen mit Profigeräten auch keine verschwommenen Grenzen besonders von der Farbe rot in die angrenzende Umgebung. Die Videokameras aus dem Amateurbereich sind aber von Jahr zu Jahr wesentlich besser geworden. Der technische Fortschritt ging hurtig voran. Und der Qualitätsunterschied der Video-Aufnahmen mit Kameras aus der höheren Preisklasse zu den Amateurgeräten wurde immer geringer. Die Entwicklung von verbesserten Aufnahmechips lieferten das ihre dazu und die digitale Technik machte alles noch perfekter.
Auch die Zusammensetzung der Zuseher und der Teilnehmer am Symposium änderte sich. Kamen vor 10 Jahren außer den ärztlichen Zuschauern noch etliche Spitalsfotografen wie auch professionelle Kameramänner zu den Vorträgen, so wurde mit jedem Jahr die Zahl dieser Interessentengruppe weniger. Natürlich wurde auch die Qualität der Vorführgeräte enorm verbessert.
So manche Ärzte verlassen sich bereits immer weniger auf die im Kongresssaal vorhandenen Vorführmöglichkeiten. Man kommt nun zum Rednerpult mit seinem Notebook, verbindet es mit dem Kabel zu dem in der Decke montierten Videoprojektor und startet seinen Vortrag. Gar nicht selten bringt der Vortragende sogar seinen eigenen kleinen, aber sehr leistungsfähigen Video-Projektor mit.
Es stellt sich nun die Frage, was wird die nächste Zukunft noch alles bringen? Werden sehr bald die Auflösungen der Mobiltelefone mit Kamera so gut sein, dass es genügt einem anderen Arzt an einer interessanten Operation per Handy teilnehmen zu lassen? Oder wird es auch sogar möglich und erschwinglich werden in einer Mailbox für sich oder Kollegen kurze oder längere Videoclips zu speichern? Warten wir mit Geduld ab, vielleicht kommen diese oder andere Möglichkeiten früher als wir glauben!
Das meint,
Ihr ergebener Erwin WEIHS