Diese Zeilen schrieb ein experimentierfreudiger Mann, der kein Mediziner ist, an unsere Redaktion:
Am Beginn der Einführung von pulsierender Magnetfeldtherapie zu medizinischen Behandlungen und Vermarktung von teuren Anlagen habe ich mir Gedanken, über eine mögliche Anwendung von sehr starken Magnetfeldern, wie sie Permanentmagnete bieten, gemacht.
Durch Zufall fand ich eine Firma in meiner Nähe, die heute noch, sehr starke Industriemagnete vertreibt. So kam ich auf den Gedanken an mir selbst die Wirkung dieser starken Magnetfelder bei diversen Schmerzen der Wirbelsäule und auch bei einigen Gelenken zu erproben. Ich klebte mit Leukoplast verschiedene Magnet-Modelle an schmerzende Stellen meines Körpers. Dabei richtete ich den Südpol zur Haut und ließ das Magnetfeld 2-3 Tage wirken. Die Schmerzen wurden nach einigen Stunden etwas geringer, aber es gab auch kleine Nebenwirkungen. Die Haut wurde durch das Leukoplast irritiert und die scharfen Kanten des Magnetes waren ebenfalls unangenehm zu spüren.
Schließlich fand ich ein hautfreundliches Pflaster (Leukopor) und einen rechteckigen Permanentmagneten mit abgerundeten Kanten. Dieser ist 16mm lang, 13mm breit und 3,3mm dick und hat eine Feldstärke von 11.800 - 12.200 Gauss. Er besteht aus Neodym, das ist ein anisotropisches Magnetmaterial aus seltenen Erden. Es ist das mit Abstand kraftvollste Magnetmaterial das derzeit zur Verfügung steht.
Nun möchte ich über eine Fraktur des rechten Oberarmes meiner Ehefrau berichten. Es war ein komplizierter Trümmerbruch des Humerus mit Einbeziehung des Ellbogengelenkes. Nach unfallchirurgischer Versorgung mit Gipsverband wurden von mir daheim mehrere Permanentmagnete auf den Gips geklebt.
Trotz starker Osteoporose kam es zu guter Kallusbildung und rascher Abheilung der Fraktur. Ich behandelte bei mir selbst auch allerlei Schmerzen. Dabei wird immer der Südpol auf den Punkt des stärksten Schmerzes gerichtet, der Magnet mit Leukopor (oder anderen hautfreundlichen Pflastern) befestigt und 2 bis 3 Tage an der Stelle belassen. Der Schmerz wird meist langsam schwächer und nach Abnahme des Magneten ist die Stelle wärmer, die Haut erscheint stärker gerötet und besser durchblutet.
DOCH ACHTUNG! Durch den starken Magnetismus soll der Magnet auf keinen Fall bei Patienten mit Herzschrittmachern angewendet oder ihnen nahegebracht werden. Er soll auch nicht in die Nähe von Magnetaufzeichnungen, wie Computerdisketten, Bankomatkarten, Kreditkarten, magnetkodierte Schlüssel und andere magnetkodierte Fahr- und Parkkarten etc. kommen. Es ist ratsam die Magnete in ein Dixoband einzuschlagen, bzw. mit runden Plastikdichtungen auf Abstand von weiteren benachbarten Magneten zu halten um sie vor Bruch durch starkes Zusammenschlagen zu schützen.
Beziehen kann man diese Permanentmagnete bei der Fa. Stiff-Trading, Karl Schwed.Gasse137, 1238 WIEN XXIII - Mauer. Da der Schauraum der Firma nicht ständig besetzt ist, wird telefonische Terminvereinbarung empfohlen und die vereinbarten Besuchszeiten einzuhalten. Telefax: +43 (0)1 888 31 47.
Briefautor: Thomas BOROS, Wien - Rodaun
Anmerkung der Redaktion: Es wäre interessant, wenn junge Kollegen, die starke Magnetfeldwirkung an diversen Zellkulturen experimentell erproben. Auch Berichte über Versuche von physikalischer Behandlung mit Magnetfeldverbänden bei Gelenksbeschwerden, Tennisarm, etc. wären interessant. FOTO-MEDICO ist gerne bereit Berichte und Meinungen darüber zu publizieren. Ein Magnet in der vorher beschriebener Größe kostet dzt. ca. 8.-- Euro.